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Die neue Dienstanweisung Vergabe (DA Vergabe 2026) – Rechtssicherheit und Effizienz im Vergabeprozess

Kursnummer: 26R3021101

Status: Anmeldung möglich

Die Vergabe von Bau-, Liefer- und Dienstleistungen ist für Mitarbeitende in technischen und fachlich zuständigen Bereichen ein zentrales Aufgabenfeld. Mit der Einführung der neuen Dienstanweisung Vergabe 2026 ergeben sich geänderte rechtliche, organisatorische und dokumentationsbezogene Anforderungen, die in der täglichen Vergabepraxis sicher anzuwenden sind.

Seminarziel: Ziel des Seminars ist es, den Teilnehmenden die Inhalte und Anforderungen der neuen Dienstanweisung Vergabe 2026 zu vermitteln und sie in die Lage zu versetzen, Vergabeverfahren rechtssicher, wirtschaftlich und effizient vorzubereiten, die jeweils zutreffende Verfahrensart auszuwählen sowie die Prüf- und Dokumentationspflichten ordnungsgemäß einzuhalten.

Info:

1. Grundlagen und Rechtsrahmen der neuen DA Vergabe

  • Inkrafttreten und Geltungsbereich
    • Ablösung der bisherigen Dienstanweisungen DA UVgO und DA VOB
  • Zentrale Begriffsdefinitionen
    • Verwendungsstelle, Bedarfsstelle, Vergabestelle
  • Verbindliche Rechtsgrundlagen
    • EU-Oberschwelle: GWB, VgV, VOB/A-EU
    • Unterschwellenbereich: § 75a GO NRW und Binnenmarktrelevanz
    • Einhaltung des TVgG NRW sowie des KorruptionsbG (ab 25.000 €)
  • Auftragswert und Wertgrenzen
    • Nettobetrachtung
    • Verbot der unzulässigen Auftragsaufteilung (Stückelungsverbot)


2. Organisation und Vorbereitung des Vergabeverfahrens

  • Zuständigkeiten und Rollenverteilung
    • Zentrales Vergabe- und Beschaffungsmanagement (FB 11)
    • Dezentrale Vergabestellen (Bau- und sonstige Leistungen)
  • Herstellung der Vergabereife
    • Sicherstellung der Haushaltsmittel
    • Vorliegen erforderlicher Gremienbeschlüsse
    • Vollständigkeit der Vergabeunterlagen
  • Leistungsbeschreibung
    • Anforderungen an Produktneutralität
    • Berücksichtigung von Qualitäts-, Umwelt- und Sozialstandards
  • Markterkundung
    • Richtiger Umgang und notwendige Dokumentation
  • Bedarfsermittlung
    • Regeln zur Durchführung von Sammelvergaben


3. Wahl der Verfahrensart (Unterschwellenbereich) und Dokumentation

  • Grundsatz der Verfahrensflexibilität
    • Orientierung an UVgO / VOB/A
    • Zulässige Abweichungen (z. B. Nachverhandlungen)
  • Direktauftrag
    • Verpflichtende Preisüberprüfung zur Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit
  • Freiberufliche Leistungen
    • Stufenweise Beauftragung
    • Ausrichtung an der HOAI
  • Dokumentationspflichten
    • Fortlaufende Dokumentation im Vergabevermerk / VMS, insbesondere bei Direktaufträgen und Rahmenvereinbarungen


4. Die zentrale Rolle des Rechnungsprüfungsamtes (RPA)

  • Vergabevorprüfung bei Bauleistungen
    • Unterrichtungspflicht des RPA ab 25.000 €
  • Prüfung von Hauptbeauftragungen
    • Allgemeine Prüfungspflicht ab 25.000 € (Bau-, Liefer- und Dienstleistungen)
  • Prüfung von Auftragsänderungen und Nachträgen
    • Prüfungspflicht ab 10.000 € (Nettobetrag)
  • Ablauf der RPA-Beteiligung
    • Zeitpunkt und Form der Vorlage
    • Nutzung des Vergabemanagementsystems (VMS)
    • Empfehlung zur Zuschlagserteilung erst nach abgeschlossener RPA-Prüfung
  • Wettbewerbsregister
    • Verpflichtende Abfrage ab 30.000 €


5. Auftragserteilung, Vertragsdurchführung und Nachtragsmanagement

  • Formvorschriften der Auftragserteilung
    • Schrift- bzw. Textform
    • Verwendung des SAP-Auftragsschreibens
  • Zeichnungs- und Entscheidungsbefugnisse
    • Beachtung der Dienstanweisung zu § 64 GO NRW
  • Auftragsänderungen während der Vertragslaufzeit
    • Prüfung der vergaberechtlichen Zulässigkeit
    • Erforderlichkeit eines neuen Vergabeverfahrens
    • Anpassung der SAP-Buchung
  • Leistungsüberwachung
    • Qualitätskontrolle
    • Dokumentationspflichten
  • Kündigung von Verträgen
    • Rechtssichere Begründung
    • Vermeidung von Schadensersatzforderungen

Zielgruppe: Mitarbeitende in bauausführenden und fachlich zuständigen Bereichen, die mit der Vorbereitung, Durchführung oder Abwicklung von Vergaben von Liefer-, Dienstleistungs- und Bauleistungen betraut sind.

Beginn: Di. 24.02.2026 

Dauer: 1 Tag

Uhrzeit: 08:30 - 16:00 

Stunden:

Kursort: Studieninstitut, Raum 1.032  

Gebühr: 150,00 € (Kostenfrei für Mitarbeiter/innen der Stadt Essen)  


Zustimmung/ Kenntnisnahme: Kurs an Vorgesetzte/Fortbildungsbeauftragte weiterleiten

Bitte vergessen Sie nicht, sich zusätzlich auch anzumelden!


Datum
24.02.2026
Uhrzeit
08:30 - 16:00 Uhr
Ort
Blücherstr. 1, Studieninstitut, Raum 1.032


Zu diesem Kurs sind keine Informationen über Dozenten verfügbar.


Plätze frei
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